Kategorie-Archiv: Kommunikation

Humor ist, wenn man trotzdem lacht?

Bildung kann anders sein – Ein Plädoyer mit Beispielen   – Teil 1

Man kann nur das lernen und damit etwas unternehmen, was einen wirklich interessiert.  

Immer wieder, wenn ich Artikel über Bildung lese, sei es zu Schule oder Studium, zu Lehrern oder Schülern, dann fühle ich mich an meine Schulzeit in den 70ern des letzten Jahrhunderts erinnert.
So als ob sich nicht wirklich etwas zum Konstruktiven hin bewegt.

Und doch gibt es Beispiele, die sich heute als Schule im AufbruchSchule im Aufbruch manifestieren und die sich sogar per DVD anschauen lassen.

So ähnlich wie der obige Leitsatz sagt es der bekannte Neuro- biologe Gerald Hüther auf der DVD zur Roadschow Lernlust statt Schulfrust.

Zusammen mit Schülern und der Schulleiterin Margret Rasfeld vermittelte er in 11 Städten,  was erforderlich ist, damit Schule im Aufbruch gelingt. Lebendige Praxis, entstanden in einer Schule in Berlin,
keine Theorie. Hier lebt offenbar der Grundsatz Wissen = Handeln.

Dieses Beispiel inspiriert, finde ich jedenfalls, weil es belegt, was Bildung ausmacht,wenn sie funktioniert: Wenn etwas unter die Haut geht, es  selbst erarbeitet werden darf, das möglichst mit anderen, Anerken- nung dabei ist und der größere Zusammenhang begreifbar wird.

Befreiend

Schule im Aufbruch ist ein Beispiel von vielen, was sich an konstruktiv Neuem in der Bildungslandschaft tut: Neue, praktische Möglichkeiten für ermutigende Lernkultur. Passende Rahmenbedingungen in diversen Projekten ermöglichen günstigere Lernerfahrungen. Weil es Spass und Freude macht, auch für die Lehrer, kann eine förderliche Beziehungskultur entstehen. Das verbindet diese Beispiele.

Seit Anfang 2013 hat es Bildungsstifter.de sich zur Aufgabe gemacht, hier mehr Transparenz  zu schaffen, Bildungsprojekten und -iniativen eine Plattform zu geben.

Es bewegt sich offensichtlich etwas, wenn Vorstellungskraft und Willenskraft, ja Handlungsmut zusammenkommen. Anders gesagt: Wenn die Fähigkeit zur Kreativität vorhanden ist, ist es leichter, unvoreingenommen zu denken und zu benennen, was einen gerade bewegt. Und es gelingt leichter zu entdecken, was das Beste in einer Situation ist und was sich zu verfolgen lohnt. Man kann das auch als Fähigkeit zur Problemlösung bezeichnen. 

Anerkennung ist hierfür ein Lösungswort, das Kreativität öffnet und fokussiert. Das ist wie ein Stein, der ins Wasser fällt, sich als Beweg- ung fortpflanzt und als Resonanz für Möglichkeiten zurückkommt.

Ausblick

Bedeutet diese junge Entwicklung, dass Entscheider, Lehrer, Eltern sich mit ihrer eigenen Rolle anders als bisher beschäftigen sollten?

Ich meine ja. Denn wie sollte es anders gehen, als die Fähigkeiten für aufrichtiges Interesse an Entwicklung neu zu kultivieren. Das führt dann zu authentischen Persönlichkeiten, wie sie gebraucht werden.

Wie das praktisch gelingen kann, wird mein nächster Artikel zum Projekt Schreibmodus beleuchten. Bildung praktisch neu definiert oder wie Interesse, Respekt und Selbst-Sicherheit zwischen Lehrer und Schüler entstehen konnten.

Te-Logo-orange-35Und das können wir auch tun.
Wenn wir hieran wirklich interessiert sind.