Kategorie-Archiv: Neuorientierung

Das Varieté der Talente – Vielfalt und Austausch

Mi, 15.06.16 – 19 Uhr · Café & Teestube Blattlese · Bad Segeberg ·

Fünf Geschichten für neue Wege

Te-Logo-orange-50Fünf Menschen, fünf Themen: Das Talente Café bietet wieder die Gelegenheit, auf unterhaltsame Weise ein Talent, eine Leidenschaft, ein Thema zu erleben und neue Inspiration und Kontakte mitzunehmen. Varieté der Talente meint Vielfalt und Austausch, heute im Hauptteil mit:

  • AromaWas Chemie Spannendes zu erzählen hat * Mit Wolfgang
  • Verbundenheit – Ein Bild zeigt mehr als 1000 Worte * Mit Stefanie
  • Behütet – JA zur Begegnung und Lebendigkeit, oder? Mit Heinrich
  • Vertrauensvoll – Ich bin mein eigener Psychologe * Mit Mario
  • Schoko – Macht das kleine Schwarze auch gesund? * Mit Monika

Machen wir das Beste draus

… haben sich diese fünf Menschen gesagt, als es darum ging, den nächsten Schritt zu machen, mit dem, was Ihnen persönlich und beruflich am Herzen liegt.

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Im Einstieg, wie immer:
Eine kreative Möglichkeit, sich kennen zu lernen.
Im Ausklang, wie oft: Chance für Vertiefung, Vernetzung.

Für den musikalischen Rahmen sorgt die Folkband Saitenwanderer. 

Anmeldung:
Jörg Poedtke, der auch den Abend moderiert und begleitet.
mail@talentecafe.de – 0178 8 35 35 37

Oder im Café Blattlese – Auch der Flammkuchen lohnt das Kommen

Eintritt: 8 Euro

VeranstaltungsortTeestube Blattlese
Hamburger Str. 39 – 23795 Bad Segeberg

Eine Veranstaltung von und mit Jörg Poedtke
und fünf Mitveranstaltern
Herzlich willkommen

Te-Logo-orange-50mmh lecker…
natürlich * authentisch * inspirierend

Was ist das Varieté der Talente?
Mit Freude etwas zeigen, Stimmungsvolles erleben, Austausch genießen. Die Chance, ein Thema mit Humor zu erleben, kreative Gespräche. Dieses Veranstaltungsformat bietet die Möglichkeit,
sich mit einer (vielleicht bisher mehr verborgenem) Leidenschaft zu zeigen oder zu entdecken, wofür das Herz schlägt.

Zudem umfasst das Talente Café Einzel- und Gruppen-Coaching, Fortbildungen und Projekt-Begleitungen  für den Weg von der Idee zur Verwirklichung. Als Brücke für Kreativität und Selbstvertrauen, Ideen und Umsetzung, Anspruch und Wirklichkeit.

Hier Einladung für Variete der Talente 15.06.16 downloaden

P.S.
Wer Heinrich, mit Nachnamen Wälzholz in seiner Paraderolle als Narr ausführlicher erleben möchte, hat hierzu am 08. 06.16 eine
sehr schöne Gelegenheit. Ab 19 Uhr ebenfalls in der Blattlese.
Hier alle Info für Einladung ‚Wat’n Narrentheater‘ anschauen

Ideen-Dusche – Worauf bist du neugierig?

Do, 14.04.16 – 19 Uhr · Teestube Blattlese · Bad Segeberg ·

Ein Abend für Kreativität,
Austausch und Umsetzung

Te-Logo-orange-50Mit Humor  – Das Thema und andere kennenlernen, dafür nutzen wir wieder das Wortwitz-Spiel: Wer richtig fragt, hat viel gesagt.

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Auf dem Sofa –  Ein Gast im Interview mit Jörg Poedtke: eine Idee, eine Geschichte, eine neue Tür, durchgehen?  Heute: Warum ich im Beruf gerne Gastgeber bin. 

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Anschließend für eigene Ideen – Inspiration und Aus-tausch zu Möglichkeiten für die Umsetzung. Das schafft neue Verbindungen und  macht hier gute Gespräche aus.

Anmeldung
* Dörte Lüthje – doerte.luethje@freenet.de – 0157 76 46 51 27
* Jörg Poedtke – mail@talentecafe.de – 0178 8 35 35 37

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro [Schüler, Arbeitslose, Alleinerz.]

VeranstaltungsortTeestube Blattlese
Hamburger Str. 39 – 23795 Bad Segeberg

Eine Veranstaltung von und mit Jörg Poedtke
Herzlich willkommen – Fragen? Einfach Jörg Poedtke anrufen

Einladung Talente Cafe Do 14..04.16 – Ideen-Dusche – Bad Segeberg

Te-Logo-orange-50Entdecken · Erproben · Erweitern

Was ist das Talente Café? 
Das Talente Café ist ein Veranstaltungsformat mit wechselnden Schwerpunktthemen, mit der Möglichkeit, eine
vielleicht bisher mehr verborgene Leidenschaft zu zeigen
oder neu zu entdecken, wofür das Herz schlägt.

 Des Weiteren gibt es Kurse, Coaching und Projekt-Begleitungen für den Fahrplan von der Idee zur Verwirklichung. Mit Selbstvertrauen den eigenen Weg gehen.  

Stabilität kommt, wenn du tust, wovon du überzeugt bist.

 Ergänzende Info
* Veranstaltungsformat Neuorientierung / Ideen-Dusche
* Wozu ist eine Lern-Werkstatt gut?

Kreativität & Umsetzung – Was meint das genau?

Der eigenen Stimme Ausdruck geben ·

Das ist einer der zentralen Gedanken für DAS TALENTE CAFÈ
und so bringen wir hier neue Möglichkeiten zum Ausdruck – in den Bereichen Ideen, Talente, Projekte, Lernen, Beruf, bereichernde Begegnungen.

Wir, das ist zum einen Jörg Poedtke als Initiator des Talente Café. Zum anderen sind es Menschen, die sich mit dem Talente Café verbunden fühlen, sei es für neue Verbindungen in ihrer Idee oder Projekt nutzen oder die etwas Inspirierendes zu berichten haben.
Siehe auch die Seite „WIR“.

Einen eigenen Fahrplan haben 

Das ist ein weiterer zentraler Gedanke, was das Talente Café ausmacht, genauer gesagt, Unterstützung für einen Fahrplan
zu diesen Schwerpunkten zu bekommen:

  • Veränderung & Beruf
  • Projekt & Präsenz
  • Varieté der Talente

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All das und mehr steckt hinter „Kreativität & Umsetzung“, sei es in der Einzelbegleitung,
in Kursen, in Gruppen oder auch in Varieté-Veranstaltungen. Was ist  ein Varieté-Programm? Es besteht aus einer kleineren oder größeren Anzahl von Darbietungen, die für eine gemeinsame Veranstaltung mosaikartig zusammen- gesetzt werden, zum Beispiel für verborgene Talente.
Für Übersicht der Angebote hier klicken
* Für Module Veränderungs-Werkstatt & Projekt hier klicken

Mit Geschichten von Menschen, ihren Wegen und Zielen. Und somit für Ideen und Träume, Talente und Projekte, aus denen mehr entstehen mag.

Herzlich willkommen für eine neue Verbindung!

Was erwartet Sie oder Dich? Zunächst mal  der Hinweis, dass wir uns entschieden haben, in diesem Blog das Du in der Kommunikation zu verwenden. Das passt zu dem nachfolgenden Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe, der in einer Metapher ausdrückt, worum es im Talente Café  auch geht: Einen Rahmen zu haben, in dem eigene Gedanken Raum einnehmen können, sich erlauben können sich zu zeigen, Neuorientierung ermöglichen, Kreatives entstehen lassen, Mut entwickeln, Handlungsfähigkeit gewinnen … es gemeinsam tun.

Es ist nicht genug zu wissen,
man muss es auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen,
man muss es auch tun.

Te-Logo-orange-50inspirierend · konstruktiv · umsetzend

Viele Anregungen beim Stöbern wünscht

Jörg Poedtke

P.S. Für Anregungen und Fragen mail[at]talentecafe.de.
Immer mal wieder Interessantes bekommen?
Für Newsletter anmelden, rechte Spalte.

Was bedeutet Talent & Café?

Wenn man die Geschichte kennt,
versteht man besser, worum es geht.

„Menschen sind Bücher – und manchmal kommen sie gedruckt daher“,  stellt etwas Biografsches in den Mittelpunkt, d.h. Aspekte aus der Biografie eines Menschen, einer Region, einer Gruppe usw.,
um hieraus Impulse für den eigenen Weg abzuleiten.

Und jede/r nimmt Inspirationen und Verbindungen mit, für den nächsten passenden Schritt, die Perspektive und was voranbringt.

Hier mögliche Themen Talente Café-Kurse /-Treffen downloaden:
Talent-und-Cafe-was-ist-das

Weitere Info zu Terminen für Veranstaltungen folgen.
Oder bei Interesse nachfragen, mail[at]talentecafe.de.

Die Themen für Talente Café eignen sich auch für die Einzelbegleitung. – Hier zu: Was ich tatsächlich will 

inspirierend · konstruktiv · zukunftsorientiert ·

Herzlich willkommen

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Stimmt das?

Ein Beruf als Rückgrat fürs Leben? Wenn das mehr als ein frommer Wunsch sein soll, braucht es die genauere Betrachtung des Zitats von Nietzsche. Oder ist dieses Zitat ein zu hehrer Anspruch, der sich angesichts der Realität so oder so nicht erfüllen lässt? Schauen wir uns deshalb die Verbindung von Beruf und Leben etwas genauer an.

Manche tun so, als ob Beruf und Leben zwei getrennte Dinge seien. Oder wie ein bekannter Radiosender in seinem Slogan behauptet: „Und das Leben beginnt.“ Das Leben beginnt also nach Feierabend? Andere meinen, es gibt den passenden Beruf, das habe etwas mit Berufung zu tun … und reiben sich genau an diesem Punkt auf.
Alle Meinungen, denen ich zu diesem Thema begegne, in Artikeln,
in Gesprächsrunden oder in Projekten, weisen auf einen äußerst bedeutsamen Punkt hin: Unsere Lebenszufriedenheit
hängt mit unserer Jobzufriedenheit zusammen
.

Zeit für mich, diese Aussage näher zu betrachten, mit einem anderen Blickwinkel, so wie ihn das Zitat von Nietzsche ausdrückt. Es ist als Anker hilfreich, mit dem sich die eigene Position zu Beruf, Rückgrat und Leben klären lässt. Ein Impuls für eigene Gedanken.

Seine berufliche Rolle zu finden und anzunehmen,
ist nicht automatisch bequem. Es ist authentisch.

Heute sind Menschen frei in der Wahl ihres Jobs. Es stehen viele Berufsbilder und Studienabschlüsse zur Verfügung, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Kann es hierfür einen Kompass geben, der es ermöglicht, einen Job zu finden, der zu einem passt?
Ja, wo Job- und Lebenszufriedenheit miteinander harmonieren?

Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage, dass Kompass und passendes Ergebnis möglich sind, wenn wir alle zugehörigen Aspekte aus der Perspektive einer Rolle betrachten. Rolle meint, einen Beruf,  eine Funktion, die wir ausüben mit unseren persönlichen Facetten auszufüllen. Damit verständlicher wird, was ich hiermit meine,
will ich es an einem Beispiel aus der Praxis verdeutlichen.

Nehmen wir an, Susanne ist Farb- und Stilberaterin und leitet Men- schen an, die für sie passenden Farben für Kleidung und Wohnraum herauszufinden, sich so wohler mit sich selbst zu fühlen und anzieh-ender zu sein. Präsenz als Ausdruck einer inneren Haltung sich selbst und anderen gegenüber. Sie liebt diesen Beruf und übt ihn wirklich gerne und erfolgreich aus, nur an einem Punkt hakte es jahrelang: mit der eigenen Präsenz in Vorträgen. Sie schaffte es nicht, ihren Beruf, also was sie macht und wofür sie steht, in Vorträgen zu präsentieren. Was im Einzelgespräch gelang, ging nicht, sobald sie gefordert war, vor mehreren Menschen etwas zu sagen. Ihr Beruf war in diesen Mo-menten nicht ihr Rückgrat. Ihr versagte tatsächlich die Stimme.

Authentizität ist am Menschen interessiert.

Susanne hatte dieses Problem sich selbst zu zeigen, weil sie ihren Beruf nicht mit ihrer eigenen Rolle ausfüllte. Ihr fehlten hierfür
zentrale Bezugspunkte, für das ihr gemäße Handeln:

  1. Die Bewusstheit, dass eine berufliche Rolle innere und äußere Komponenten besitzt.
  2. Der Zugang zu diesen Komponenten, z.B. „Was ist einzigartig an mir? Und was bedeutet das im Alltag für meinen Beruf?“
  3. Das authentische Interesse = die echte Bereitschaft für neue konstruktive Entwicklung, sie wollte aus dem Hamsterrad der ewig gleichen Ereignisse für ihren Beruf vorbehaltlos heraus.

Mit Unterstützung hat sie herausgefunden, wer sie in ihrer Rolle
im Moment der öffentlichen Präsenz wirklich sein möchte, was sie hierfür braucht und was zu tun ist, um mit sich selbst und den Zuhörern in Verbindung zu bleiben. Und: Das ihr gemäße Handeln war auch für ihre Empfänger gemäß, es wurde zur passenden Brücke.

Susanne hat nach 20 Jahren erfolgreich ihren ersten Vortrag ge-halten, mit viel Applaus und Resonanz, weil sie ausgestrahlt hat, was bis dato nur im Einzelgespräch gelang. Das geschah, weil sie für sich akzeptiert hat: Es geht nicht um Perfektion, sondern darum etwas abzuliefern, was für sie selbst und andere ein hilfreicher Beitrag ist. Sie hat wie in einer guten Fußballmannschaft, in der die starken Mit-glieder die schwächeren durch hilfreiche Kommunikation stärken und einbinden, den schwächsten Punkt identifiziert, in Fluss ge- bracht  und zum Rückgrat ihrer authentischen Präsenz ausgebaut.

Was tun? In den konstruktiven Dialog eintreten.

Was tun, wenn die Gleichung Lebenszufriedenheit = Jobzufrieden- heit zu sehr aus dem Gleichgewicht geraten ist?
Bei Susanne war es die Angst, etwas zu vollenden, genauer gesagt ihre eigene berufliche Rolle in allen Situationen anzunehmen, sich einzubringen und hierfür etwas konstruktiv Neues zu tun.

Ich plädiere an dieser Stelle mal wieder dafür,
unvoreingenommen mit einer Frage zu starten:

Was brauche ich wirklich, um meinen Beruf
zum Rückgrat fürs Leben auszubauen?

Also, mit der Bestandsaufnahme beginnen und mit Eigenverant-wortung und Augenmaß schrittweise vorangehen, zum Beispiel für einen beruflichen Teilaspekt, in dem es leichter fällt, das Notwendige zu tun. Dann kommt auf organische  Weise das Mögliche und plötz-lich entsteht das Unmögliche. Da bin ich wirklich zuversichtlich.

Jörg Poedtke

P.S. Ich freue mich auf Rückmeldungen zu Erfahrungen jeder Art,   wie der Beruf das Leben beeinflusst hat. mail[at]talentecafe.de

* Ergänzender Artikel Spiegel Online:Wo bist du nur, perfekter Job?

Wo ist der passende Ort für mich?

Die Orte unseres Lebens sind von herausragender Bedeutung für unser Wohlbefinden, für unsere Gesundheit, ja, für unsere gesamte Lebensqualität. Diese Lebensorte sind individuell verschieden und gleichen sich dennoch. Sie sind dort, wo wir arbeiten, wohnen, essen, uns vergnügen, den Müßiggang pflegen, uns mit anderen verbinden. In größerer Perspektive zählen sogar die Stadt und das Land zu diesen Orten. Sie sind ein immanent wichtiger Teil für unsere Entwicklung, ja ich möchte sogar behaupten, unser persönliches Glück hängt von den Orten unseres Lebens ab.

Lebensort = Lebensqualität!? 

Ein Lebensort ist eng verknüpft mit der Lebensqualität. In meiner Masterarbeit habe ich mich mit verschiedenen Protestgruppen gegen die „Feste Fehmarnbeltquerung“ beschäftigt. Viele der Protestierenden empfinden den Ausbau der Güterzugstrecke in Ostholstein als einen groben und fahrlässigen Eingriff in ihre Lebensqualität. Sie haben sich unter anderem aus diesem Grund dazu entschlossen, sich in Bürgerinitiativen zusammen zu schließen und einen Großteil ihrer Freizeit dem Protest zu widmen. Die Furcht um den Verlust der Lebensqualität des Lebensortes ist ein so starker Antrieb, um sich zu engagieren, neue Fähigkeiten und neues Wissen zu erwerben. Vielmehr geht es sogar soweit, sich in einen Konflikt zu begeben, der psychisch und physisch belastend ist.  Das heißt, es lohnt sich für seinen individuellen Lebensort zu kämpfen. Damit verbunden ist immer auch der Mut, sich individuell zu entwickeln resp. diese überhaupt erst einmal im eigenen Leben zuzulassen.

Die Sehnsucht als Antrieb fürs Handeln.

Was sich hier wiederspiegelt, ist die Sehnsucht des Menschen herauszufinden, wo er sein möchte und sein Leben verbringen möchte, um die Erfahrungen zu machen, die ihn voranbringen. Bei meinem Philippinen-Projekt war die Sehnsucht eine der stärksten Motive mich auf den Weg zu machen.

Es lohnt sich damit zu beschäftigen, ob der passende Lebensort mehr ist, als nur der Ort zu sein, an dem Geld verdient wird. Selbst wenn wir uns mit diesem Thema intensiver in unserem Leben beschäftigen, so heißt dies nicht, dass wir in fünf Minuten wissen, wo der passende Ort für unser Leben ist. Manche Personen folgen auch an diesem Punkt dem Prinzip Trial and Error, was für mich mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Für die einen reicht es aus ihren Lebensort über die Nähe zum Arbeitsplatz zu definieren. Wieder andere meinen ihr eigenes Glück für das Wohl anderer opfern zu müssen, da sie der falschen Vorstellung unterliegen, sie müssten erst ihrer Familie oder ihren Freunden, etwas Recht machen.

Triff eine Entscheidung für dich!

Es geht vielmehr darum, sich auf den Weg zu machen, herausfinden zu wollen, wo dieser Ort ist. Eine Entscheidung zu treffen für diesen Prozess! Das ist gewiss mit einem Risiko verbunden, sich auf das Unbekannte einzulassen, nicht sofort die Lösung zu wissen. Manchmal ist man auch zu zweit oder hat eine Familie und muss diese Frage nicht als Einzelkämpfer beantworten. In jedem Fall sollte das persönliche Vorankommen an diesem Punkt eher im Vordergrund stehen, als es irgendjemandem zu opfern.

Denn wie Mark Twain schon wusste: „In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.“

Abschließend ist diese Frage nicht pauschal zu beantworten, sondern ist immer individuell zu betrachten. Was sich sagen lässt, ist, dass ein Lebensort immer mit individueller Lebensqualität verbunden ist, aber auch damit, individuelle Entwicklung zu ermöglichen und zu fördern und den Zweck des Lebens nicht zur reinen Routine werden zu lassen und dem ausschließlichen Konsum unterzuordnen.

Die Protestierenden von der Ostseeküste haben sich auf den Weg gemacht für ihren Lebensort zu kämpfen und ihre Lebensqualität zu beschützen. Sie haben ein echtes Interesse an ihrem Lebensort entwickelt. Dies kann ein Ansporn sein, warum sich dieser manchmal beschwerliche Weg zum richtigen, passenden Ort lohnt und dem einfachen, bequemen Weg, der am Geld oder an anderen Menschen ausgerichtet ist, vorzuziehen ist.

Es wäre allerdings unpassend und nicht angemessen, Menschen, für die man Verantwortung hat wie z. B. Kinder oder pflegebedürftige Eltern, im Stich zu lassen. Sondern hier einen Weg zu finden, der für alle passt. Das meint den Lebensort bewusst zu einem Thema zu machen und gemeinsam herauszufinden, was es konkret bedeutet.
So entstehen mehr Optionen, als im ersten Moment erkennbar sind.

Und was kommt jetzt?

 

Warum ich dem Ruf des Abenteuers gefolgt bin?

Eine neue Kultur von Menschen und des Zusammenlebens kennenzulernen  

stand als Sehnsucht am Anfang meines Philippinen-Projekts 2010/11. Die Zeit zwischen Bachelor-Abschluss und Masterstudium schien mir der richtige Zeitpunkt, um nicht wie bisher nur mit dem Geist zu arbeiten, sondern mehr praktische Erfahrungen zu sammeln.

Doch was fehlte für den Start? Das richtige, zu mir passende Projekt.

Erasmus, ein Auslandssemester an einer anderen Universität, war eine Möglichkeit. Mit dieser fühlte ich mich allerdings nicht ganz wohl, da es der gleiche Topf nur mit einem anderen Deckel geworden wäre. Im Grunde war die Projektfindung im Nachhinein einfacher als im ersten Moment gedacht. Die richtige Zeichen müssen nur erkannt und ergriffen werden. So stieß mich ein guter Freund auf eine kleine Organisation in Hamburg: das International Peace Observers Network, kurz IPON.

Diese NGO ist im Bereich der Menschenrechtsbeobachtung auf den Philippinen tätig. Diese suchen immer wieder Freiwillige, die für sechs Monate oder länger ausreisen und als Menschenrechts- beobachter tätig sind. Ich war relativ schnell Feuer und Flamme für diese Art von Projekt und habe mich innerhalb kurzer Zeit für ein Einsteigerseminar beworben. Danach war ich zu 99 % überzeugt, dass ich an weiteren Vorbereitungsseminaren teilnehmen möchte, um als Beobachter ausgewählt zu werden und ausreisen zu dürfen. Meine Begeisterung war geweckt.

Ich freute mich auf eine Auslandserfahrung,
die stark mit praktischem Tun verknüpft war.

Eine andere Kultur mit einem viel wärmeren Klima sollte “erobert”, neu erschlossen werden. Es gab mir die Möglichkeit mein universitäres Wissen endlich einmal in der Praxis anzuwenden. Denn die praktische Arbeit umfasste Recherchearbeit, Dokumentations- und Analysearbeit. Dazu schult man seine Beobachtergabe und Präsenzfähigkeit. Was mir außerordentlich gefiel, war der Kontakt zu Menschen, die eine andere Mentalität haben, die eine andere Einstellung zum Leben haben. Viele dieser Menschen ertragen die Widrigkeiten und Widerlichkeiten ihres Lebens mit großer Kraft, einem starken Geist und einem Zusam- menhalt, der neu und inspirierend für mich war.

Es war ein richtiges Abenteuer in einem nicht ungefährlichen Konflikt. Die Philippinen sind ein sehr gewälttätiges Land, Schuß- waffen sind in der Öffentlichkeit stark vertreten. Die Schere von arm und reich ist sehr weit; dies drückt sich durch bewaffnete Wachmänner vor vielen Geschäften, jedem Supermarkt und vor jeder Bank aus. Auch der Konflikt um die Landreform, zu dem wir arbeiteten, ist immer wieder von Gewalt und sogar Toten geprägt.

Gelernt habe ich, wie ich dem Ruf meiner Sehnsucht und meiner Inspiration folge und auf diese Weise das für mich passende Projekt finde und verwirkliche.

So durfte sich meine inneren “Stimme” in der äußeren Welt in passender Art und Weise ausdrücken. Das ist der Grund, warum ich dem Ruf des Abenteuers gefolgt bin. Gleichwohl braucht es auf dem Weg von der Idee zum Tun ein gewisses Maß an Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen und authentisches Interesse. Ohne diese drei Eckpfeiler wäre ich auf dem Weg zum richtigen Projekt gescheitert. Dies wurden auch von den Menschen, mit denen ich bei diesem Projekt zu tun hatte, wahrgenommen und wertgeschätzt. Für heutige Projekte wie meine Masterarbeit komme ich immer wieder auf diese drei Eckpfeiler zurück, um an das gewünschte Ziel zu gelangen.

Insgesamt war die Zeit auf den Philippinen ein Wendepunkt und eine einschneidende Erfahrung in meinem Leben. Für mich gibt es die Zeit vor den Philippinen und danach. Es war eine Zeit der Transformation hin zum Erwachsenwerden, zum Reifen. Ich habe eine andere, realistischere Sicht auf das Leben und die Welt gewonnen. Für mich erscheint die Welt nicht mehr so hell wie zuvor. Damit meine ich nicht mein persönliches Leben. Das unterliegt einer positiven Entwicklung trotz  Hindernissen und Widerständen. Ich meine damit, dass die Distanz von Zuhause und der Blick auf Gewalt und Armut in extremerer Form einem das dunkle Grau der Welt offenbaren. Nachrichten in Zeitung und Fernsehen zeigen nur einen Ausschnitt, aber vermitteln nur schwer, wie sich dieses dunkle Grau tatsächlich anfühlt. Es brennt sich ein und verbleibt dort wie ein Schatten im Nebel, der immer da ist und mitschwingt. Gleichwohl möchte ich diese Zeit in meiner individuellen Entwicklung nicht missen, da ein Bewusstsein für diese Realität mit das beste war, was mir passieren konnte. Da ich meiner Sehnsucht und meiner Inspiration gefolgt bin, habe ich neue bereichernde Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen.

All dies hat zu einer neuen, spannenden Entwicklung für mein eigenes Leben geführt.